Rezension: Ich fürchte mich nicht

Ich fuerchte mich nicht von Tahereh Mafi Titel: Ich fürchte mich nicht

Autor: Tahereh Mafi

Verlag: Goldmann

Seitenzahl: 317

Preis: 16,99 (HC) 9,99 (TB)

 

 

 

 

 

Cover

Ich mag es. Vermutlich sieht man dort die Protagonistin Juliette und der Hintergrund soll sicher die ‚kaputte‘ Welt/Gesellschaft in diesem Buch widerspiegeln, deshalb diese Risse im Boden etc. Und ich muss sagen: Es ist gelungen. Im Prinzip ist es ziemlich schlicht gehalten, ohne viele bunte Farben und das gefällt mir.

 

 

Inhalt

„Du darfst mich nicht anfassen“, flüstere ich. Bitte fass mich an, möchte ich in Wahrheit sagen. Aber wenn man mich anfasst, geschieht Seltsames. Schlimmes. Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. Für ihre Liebe. Und für den Zauber der Berührung …

 

 

Meinung

Oft wird diese Trilogie als ‚X-Men meets Dystopie‘ bezeichnet und ich finde, das diese Kurzbeschreibung die Haupthandlung sehr gut widergibt.

Ich als Fan von kickass Protagonistinnen hatte ein wenig Sorge, dass mir dieses kaputte und psychisch angeknackste Mädchen irgendwann gehörig auf die Nerven gehen könnte, aber dem war nicht so. Durch ihren schon etwas besonderen Schreibstil und der Ich-Perspektive gibt Tahereh Mafi ihrem Charakter Juliette irgendwie etwas.. sympathisches. Man kann regelrecht durch die Zeilen hindurchfühlen, was in ihr vorgeht, was sie durchgemacht hat und vorallem welche Ängste sie plagen. Juliette ist eigentlich der Inbegriff von ‚dem nette Mädchen, was nebenan wohnt und niemandem etwas tun könnte‘ und paralell dazu kämpft sie gegen sich selbst um diese Gabe, die sie als Höchststrafe ansieht, irgendwie zu bekämpfen. Juliette bringt durch ihre Art kombiniert mit Taherehs Schreibstil so unglaublich viele Emotionen an den Leser, sodass ich teilweise tatsächlich so tief in dieser Geschichte steckte, dass ich mitfühlen konnte, als würde ich dieses Drama selbst durchleben!

Sie ist penibel darauf bedacht, niemandem etwas zuleide zutun. Und ich finde, dabei hilft ihr Adam ungemein. Ich mag keine allzu ausgereizten Klischees und Adam ist meiner Meinung nach dieser typische ‚Prinz auf dem weißen Pferd‘. Er passt allerdings unglaublich gut in dieses Setting und vorallem zu Juliette. Ich hatte den Eindruck, sie braucht so einen Charakter. Jemand, der das Gute verkörpert und ihr dabei hilft zu sich selbst zu finden.

Anfangs fand ich es schon sehr, sehr seltsam das der ‚Antagonist‘ in diesem Buch von einem  jungen Mann verkörpert wird, der nicht viel älter als Adam und Juliette sein kann. Warner hat so’n bisschen was von dem kalten, herzlosen Antagonist, aus dem man doch irgendwie nicht ganz schlau wird. Er ist das totale Gegenteil zu Adam. Kalt, berechnend, emotionslos und desinteressiert was alles um ihn herum anbelangt.

 

 

Fazit

Alles in allem eine X-Men ähnliche Dystopie, die drei Charaktere aufweist, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und mittendrin ein verstörtes, psychotisches Mädchen, dass langsam zurück ins Leben finden muss und dabei praktisch gegen sich selbst kämpft, während sich etwas anbahnt, was viel viel größer und gefährlicher ist, als ihre eigene Gabe.

Sehr besonderer Schreibstil, ganz viele Emotionen, tolle Geschichte und trotz einigen Klischees, was die Liebesgeschichte angeht und rundum gelungenes Jugendbuch!

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